Digitale Originale

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00:00:00: Jetzt kurz die Zeit anstellen.

00:00:02: Die aber, die muss ich mir gar keine Sorgen machen, dass wir hier der Federstoff fahren, oder?

00:00:06: Ja, nee, ich ...

00:00:08: Wir sind ja gleich ja auch durch mit der Unterhaltung.

00:00:11: Genau, das ist das Blöde, ne?

00:00:13: Wir haben ja vorher so viel quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi quasi.

00:00:18: Ah, das Archiv. Oder Arch ... ah, das Archiv.

00:00:21: Genau, genau.

00:00:24: Ja, wunderbar. Dann würde ich sagen, starten wir mal.

00:00:27: Ja.

00:00:27: Digitale Originale.

00:00:29: Der Podcast mit Olli und Freunden.

00:00:32: Heute ...

00:00:33: Design-Bewig-Bild mit Arda Kilic.

00:00:36: Wir haben heute den Arda hier.

00:00:53: Ja, was soll ich sagen? Also, wenn einer Grafik-Designer ist und sich für Grafik-Design, insbesondere für Motion-Design interessiert und mal so ein bisschen auf Insta guckt, wird man am Arda nicht vorbei kommen.

00:01:04: Ja, herzlich willkommen, Arda.

00:01:05: Dankeschön, ja.

00:01:06: Hallo, Arda.

00:01:07: Ich komme nicht hier zu sein. Hallo.

00:01:09: Genau, wir haben den Sven heute auch dabei, weil Ardas Berufung, ich würde wirklich sagen, dass es Berufung, du bist ja weniger, nur einfach nur so ein Designer, sondern einer, der mit 12 angefangen hat.

00:01:21: Bewegt Bild zum machen und der darin seine Profession gefunden hat. Erzähl doch mal so ein bisschen über deinen Werdegang.

00:01:28: Ja, also mein Werdegang, denke ich, ist gerade so auch am Anstieg.

00:01:33: Ich bin ja 24 Jahre alt und ich habe jetzt mit 12 angefangen, die Liebe der Animation zu entdecken.

00:01:39: Das Ganze ganz klassisch eben durch Filme, Animes, was auch immer.

00:01:44: Ich habe es dann versucht, nachzubauen, nachzubauen, weil ich einfach sehr interessiert war und bin durch YouTube-Tutorials dann auf die klassischen Programme gestoßen und dann irgendwann auch Adobe kennengelernt.

00:01:56: Und dann ging es in mein Fach-Abi, wo ich dann auch Gestaltung gelernt habe.

00:02:02: Von dort ging es dann an die FH Dortmund, wo ich Kommunikationsdesign jetzt im Oktober abgeschlossen habe.

00:02:10: Und währenddessen ganz viel als Werkstudent gearbeitet. Drei Agenturen letztendlich, genau.

00:02:17: Darunter Daro, Web-Agentur. Dort habe ich angefangen Brandings zu machen.

00:02:21: Das war der erste, die erste Berührung mit Grafik, dieser Branding generell.

00:02:24: Du hast so einen Bachelor gemacht.

00:02:26: Ich habe meinen Bachelor an der FH Dortmund gemacht, genau. Und dann während der Zeit einfach als Werkstudent.

00:02:31: Und dann ging es zu Schwarz und Mazz, auch in Dortmund. Und jetzt zum Schluss dann auch, endet dann auch im Februar, also diesen Monat bei Scholz & Friends in Düsseldorf.

00:02:43: Und das ist mein Werdegang. Und noch wichtiger, dazwischen eben auch Gefreelanced.

00:02:48: Und dort eben diese ganzen Passionprojekte und die ganzen Spaßsägen.

00:02:52: Und auch das, alles, was man dann auf Social Media entdeckt gemacht.

00:02:56: Darunter ganz viel Eigenes, aber auch zum Glück ganz viel für Kunden und Projekte, wie beispielsweise für den Dokumentarfilm oder für das Theater hier in Dortmund.

00:03:08: Und sonst noch kleine andere Geschichten.

00:03:12: Ich habe eine wahnsinnig coole, geile Serie von deinen Arbeiten bei Insta entdeckt.

00:03:18: Das sind, sagen wir mal, Alltagsgegenstände, Plakate, Schilder, die du zum Leben erweckt hast. Wie kam es auf die Idee?

00:03:29: Also prinzipiell war mein Werdegang auf Instagram so, dass ich mir vorgenommen auch hatte, viele Follower zu bekommen.

00:03:36: Das ist zurück zu führen zu unserem gemeinsamen Freund Jern, der ja selber auch nicht sehr unbekannt ist auf der Plattform, auf der ich mich befinde.

00:03:45: Bist du auch beiden gelungen? Ja.

00:03:46: Genau. Und ich hatte ihn zu meinen, das war mein allererster Kurs tatsächlich, auch ein Motion Design Kurs.

00:03:53: Wo ich die an kennengelernt habe, der natürlich irgendwie vier, fünf Semester über mir.

00:03:59: Und der hat mich angesprochen auf meine Schuhe irgendwie ganz banal in der Bahn, also noch bevor wir im Kurs waren.

00:04:06: Also noch viel, wirklich ganz zufällig.

00:04:08: Und dann hat er mich aber, glaube ich, von der Stunde davor vielleicht noch gekannt.

00:04:12: Aber das war ja zu der Zeit, wo wir alle Masken aufhatten.

00:04:14: Deswegen habe ich gar nicht davon ausgegangen, dass er mich erkannt hat oder so.

00:04:17: Und wir kamen einfach ins Gespräch.

00:04:19: Und er hat mir erzählt, was er macht.

00:04:21: Und zu der Zeit war bei ihm ganz frisch mit Instagram, dass er irgendwie für Kelvin Klein was gemacht hat.

00:04:27: Und ich glaube, er hatte da so 20.000 Follower, wenn ich mich nicht irre.

00:04:30: Und ich dachte mir, krass, der geht zu selben Uni für ich, ist noch am Studieren und hat das ja schon hier durchgespielt, das ganze Spiel.

00:04:38: Bombe.

00:04:40: Wir haben in kurzer Zeit vorher, glaube ich, kennengelernt.

00:04:43: Genau, zu der Kette.

00:04:45: Noch langer Haare hatte er.

00:04:47: Ja, genau. Er hat kurz davor, hat er für Vans, glaube ich, mal so ein Ding gemacht.

00:04:51: Da gab es ja mal dieses Custom-Vans, irgendwie gestalten.

00:04:56: Da gab es auch ein Wettbewerb vom Vans.

00:04:58: Und den hat er gewonnen.

00:04:59: Und kurz darauf kam der Kelvin Klein.

00:05:01: Das hat er auch in dem ersten Podcast, den wir mit denen haben.

00:05:04: Ich weiß nicht genau, welche Nummer, aber die kann man sich natürlich auch gerne nochmal anhören.

00:05:08: Also, aber schuldige.

00:05:10: Ja, genau. Also, ich glaube, das hing tatsächlich miteinander zusammen.

00:05:13: Das war so ein Wettbewerb, was dann der Gewinner von dort hat, dann irgendwie.

00:05:18: Und letztendlich hat er mir das gezeigt.

00:05:21: Und das war im ersten Semester.

00:05:23: Ich habe dann immer mehr angefangen, auf Instagram zu posten.

00:05:25: Wenn du ganz weit runtergeschrold bist, dann hast du vielleicht noch mal ganz, ganz alten Sachen gesehen.

00:05:29: Das waren meinen Charakter, den ich damals animiert habe, auch per Hand.

00:05:33: Und das war meine Anfänge, wo ich einfach versucht habe, Kreativität auf Instagram zu präsentieren.

00:05:39: Und irgendwann kamen dann Reels.

00:05:41: Also, das Video-Format.

00:05:43: Und natürlich gab es Videos schon davor, aber es war keine primäre Videoplattform.

00:05:46: Und Reels wurde immer größer und immer wichtiger.

00:05:49: Das wurde damals als TikTok groß geworden.

00:05:52: Genau, das kam so gleichzeitig.

00:05:54: Und dann habe ich mich ein bisschen reinprobiert und hat nicht ganz so geklappt.

00:05:57: Also, einfach ausgründen, dass ich das nicht durchgezogen habe.

00:06:01: Und dann habe ich 2023 angefangen, also jetzt nicht allzu lange her,

00:06:07: quatscht 2022, Mitte 2022 war das ungefähr,

00:06:11: habe ich angefangen, einfach von mir aus, von mir selber aus sehr radikal abgesagt,

00:06:16: "Hey, ich mache jetzt jeden Tag ein Reel."

00:06:19: Einfach so.

00:06:20: Mal sehen, was passiert, kann nur gut gehen.

00:06:23: Und habe dann einfach After Effects Tutorials hochgeladen,

00:06:29: weil das das schnellste war, was ich produzieren konnte.

00:06:32: Aber auch ein bisschen gelogen war, weil ich hatte gar nicht so viel Ahnung zu der Zeit,

00:06:36: so wie ich es präsentiert hatte über After Effects selbst, natürlich über Animation.

00:06:40: Ich habe auch viel mit After Effects gemacht, aber jetzt, ich kannte die Effekte alle gar nicht.

00:06:45: Und das heißt, in diesem Prozess, wo ich jeden Tag das hieß "Crick After Effects Hex"

00:06:49: oder auf den Füchse reingesprochen,

00:06:51: dann habe ich wirklich die Effekte dort gelernt

00:06:54: und relativ zügig gemerkt nach den ersten 10 Videos.

00:06:57: Und ich habe dann schon mal gesagt, ich kann die Dinge auf einmal.

00:07:00: Also richtig "fake it" Timo Mächtig.

00:07:02: Also hast du dich selbst geteent?

00:07:03: Ich glaube, das war ein...

00:07:04: Also es wurden jetzt zum einen einmal Reels gepusht,

00:07:07: aber ich glaube auch im Speziellen, dass gerade diese Work in Progress

00:07:10: und hinter die Kulissen gucken,

00:07:12: diese Art von Videos auch noch mal extrem gepusht worden sind.

00:07:14: Genau.

00:07:15: Also aus dem einzelnen Genre jetzt.

00:07:16: Ja, Mehrwerte schaffen.

00:07:17: Mehrwerte, das ist mein immer.

00:07:19: Das war mein Ziel.

00:07:20: Genau.

00:07:21: Nur, das Problem war, irgendwie hat es auch nicht geklappt.

00:07:23: Also ich habe schon skaliert von so 200 Followern,

00:07:25: die ich schon davor einfach hatte, auf so vielleicht 3000.

00:07:28: Was komplett gut ist.

00:07:30: Also ich beschwer mich darüber nicht.

00:07:31: Das war super.

00:07:32: Aber es war jetzt...

00:07:33: Keine der Reels war erfolgreich im Sinne von über 10.000 Views

00:07:37: oder weil das war ja die messbaren Ergebnisse,

00:07:40: die ich halt nicht hatte.

00:07:41: Und es hat mich jetzt nicht gestört, aber ich habe gemerkt,

00:07:43: okay, es funktioniert.

00:07:45: Ich lerne was, ich wachse langsam, ich mache das auch weiter.

00:07:48: Aber jetzt muss auch was Kreatives kommen,

00:07:50: weil wenn ich jetzt das hier nach außen projiziere,

00:07:52: dann bin ich ja nur der Tutorialtyp.

00:07:54: Also dann bin ich ja nur der Tutorialtyp.

00:07:57: Also dein Design interessiert uns nicht,

00:07:59: aber wie hast du das gemacht?

00:08:01: Genau, das ist eben das Problem.

00:08:03: Und dann habe ich angefangen, es gab einen anderen Motion-Designer,

00:08:06: der ein bisschen bekannt ist, Matt Voice,

00:08:08: der macht so animierte Typografie

00:08:11: und dann so ein bisschen mit einem kleinen Twist,

00:08:13: der ist ganz süß und lustig und klein und so stickermäßig.

00:08:16: Und dann habe ich so was gemacht, auch einfach inspiriert,

00:08:18: zum Beispiel das Wort "Fire".

00:08:20: Dann habe ich halt aus dem Wort "Fire" wo dann Feuer

00:08:22: und aber sehr vektografisch, sehr animiert,

00:08:25: sehr motion graphics und sehr grafisch eben basierend.

00:08:30: Und das hat mir mehr Spaß gemacht.

00:08:32: Ich habe langsam mein Portfolio auch aufgebaut,

00:08:35: mit so Kleinigkeiten und habe dann aber auch gemerkt,

00:08:38: dass das auch nicht so gleich zündet,

00:08:40: weil es gibt ja schon einen, der das macht.

00:08:42: Und ich habe das nur gemacht als Übung für mich selber auch weiterhin.

00:08:45: Und ich habe viele Prozesse gelernt, ich wurde immer besser, immer schneller.

00:08:48: Und irgendwann dachte ich mir, hey komm,

00:08:51: es gibt ja anscheinend irgendwie ein System hier auf Instagram.

00:08:54: Leute mögen gerne echte Videos

00:08:56: und Leute mögen auch gerne Grafikdesign

00:08:58: und Kunst und Kreativität.

00:09:00: Und bereits als Kind oder auch als Jugendlicher

00:09:02: hatte ich immer diese Faszination von so animierten echten Lebengeschichten

00:09:06: wie bei Harry Potter oder was wäre jetzt,

00:09:09: wenn hier so ein cooler Charakter durchläuft.

00:09:11: Oder ich fand auch immer die Animationsfilme,

00:09:13: die Live-Action dann kombiniert haben,

00:09:15: ob es irgendwie so Looney Tunes war,

00:09:18: wo dann die in echten Leben waren oder so.

00:09:20: In Roger Rabbit.

00:09:21: Roger Rabbit, genau.

00:09:23: Also diese ganzen 2000, dann gab es ganz viele Filme in die Richtung.

00:09:26: Das fand ich immer am faszinierendsten,

00:09:28: weil das ja die Welten wirklich ineinander geführt hatten.

00:09:31: Die Magie dort das erste Mal echt wurde.

00:09:34: Weil sonst war ja ein Animeterfilm,

00:09:37: war ein Animeterfilm und ein echter Film war ein echter Film.

00:09:40: Aber jetzt wurde es echt.

00:09:42: Und dann habe ich angefangen, eben diese Serie zu machen

00:09:45: und dann habe ich das Bananen und einfachen Gegenständen

00:09:48: und auch, ich sage mal, ungesehenes Grafikdesign.

00:09:51: Weil das ist auch eine Sache, die glaube ich,

00:09:54: einen Mensch halt eben nicht realisiert ist.

00:09:57: Oder ein normaler Typ oder ein Bürger,

00:09:59: wer auch immer, vielleicht auch der ein oder andere Grafikdesigner ist,

00:10:01: dass auch diese Schilder werden, designt.

00:10:04: Und wir wissen nicht, wer ist der Designer von diesem Schild.

00:10:07: Also ein Stoppschild funktioniert prima.

00:10:10: Also das Ding funktioniert, das ist gutes Design.

00:10:13: Oder Hälften, Vorfahrtgewehren oder Achtung,

00:10:17: wie nennt man hier diese Straßenstopper oder was auch immer.

00:10:20: Und ich dachte mir, wie würde eine Welt aussehen,

00:10:24: wo sich das bewegt, ähnlich wie sei es Harry Potter,

00:10:28: sei es Matrix, sei es sonst was.

00:10:31: Und dann habe ich angefangen, einfach jeden Tag

00:10:34: weiter meine Videos zu drehen und dazwischen eben immer

00:10:37: so ein Real-Life-Animation hochzuladen.

00:10:40: Und dann habe ich auch die Straßen-Schilder auch irgendwie darunter waren.

00:10:44: Ganz normale Stoppschilder, Straßen-Schilder,

00:10:47: was auch immer, Schilder in Richtung,

00:10:49: links, rechts, abbiegen, wie auch.

00:10:51: Also wirklich einfach zu animieren.

00:10:53: Hat jetzt nicht viel Attraction bekommen, also nicht viele Views.

00:10:56: Aber ich habe gemerkt, dass die Kommentare und das Engagement viel höher war.

00:10:59: Leute haben das gemocht, die dies gesehen haben.

00:11:02: Und dann habe ich gemerkt,

00:11:04: dass tatsächlich Social Media viel mehr mit Storytelling zu tun hat.

00:11:07: Und dann habe ich auch die gleichen Videos, und das ist auch eine Sache,

00:11:10: die macht man relativ oft, was Social Media angeht, einfach "Greeposted".

00:11:13: Also nochmal hochgeladen, aber in einem anderen Format.

00:11:16: Sei es, ich habe erstmal die Videos alleine stehen hochgeladen

00:11:19: und dann in einem Mash-up mit Musik und dann vielleicht mit "Before" und "After".

00:11:22: Also erstmal gezeigt, dass Schilds wie es in echt ist,

00:11:25: wie es aussieht, wenn ich einmal ran gehe und solche Geschichten.

00:11:28: Und irgendwann habe ich angefangen, mit Storytelling ein bisschen

00:11:31: das Bild zu Ende zu malen, so dass man sich das nicht mehr zu Ende denkt,

00:11:34: was ich mir eigentlich die ganze Zeit dabei gedacht habe.

00:11:36: Weil für uns als Grafiker ist es eigentlich auch ein sehr einfaches Phänomen.

00:11:40: Wenn wir etwas vormen und was machen, sind wir so vertieft da drin.

00:11:43: Und, keine Ahnung, malen jetzt so ein Rinozeros, gemischt mit einer Flasche,

00:11:46: aber man, der...

00:11:48: Ents Verbraucher erkennt gar nicht mehr das Rinozeros, oder gar nichts mehr da drin.

00:11:53: Aber wir sehen es, weil die sich ja daran gearbeitet haben.

00:11:56: Diese Geschichte. Und das ist mir auch passiert letztendlich.

00:11:59: Deswegen habe ich einfach angefangen, eine Caption über die ganzen Videos zu schreiben,

00:12:02: wo ich gesagt habe, POV, also Point of View,

00:12:05: The Matrix just got a new update.

00:12:08: Also, die Matrix hat ein neues Update.

00:12:11: Und dadurch, dass es ja sehr normal ist, auch auf Instagram zu sein,

00:12:14: das Handy in die Hand zu nehmen und ab und zu mal vom Leben kurz Pause zu machen

00:12:18: und durchzuscrollen, echte Videos zu sehen, normaler Leute beim Reden.

00:12:21: Und dann kommt auf einmal so ein Video, wie die sich die Welt animiert

00:12:24: und die Welt, das echte Leben sich auf einmal verändert

00:12:27: und neu wird und echt wird, gerade in einer Welt, wo Animationen

00:12:31: und Video oder auch Bewegbild so normal sind, auf Bildschirmen zu sehen,

00:12:35: ist dann irgendwie auf Toten in Anführungsstrichen Gegenständen zu sehen,

00:12:40: war, denke ich, der letzte Sprung, der tatsächlich dafür gesorgt hat,

00:12:44: dass das dann komplett viral ging.

00:12:46: Und ich dadurch halt, ja, mit einem Real tatsächlich damals, ich erinnere mich sehr gut,

00:12:52: das war innerhalb von einem Monat, hat mir das der eine Real über 40.000 Follower gebracht.

00:12:57: Und ich habe die Screenshots, wo ich wirklich, ich weiß, September, 17. September,

00:13:03: ich hatte gerade die 10.000 geknackt von mir aus, ohne das virale Video

00:13:08: und dann zack, zack, zack, 20, 30, 40.000 und dann, und da war ich so perplexed,

00:13:15: dass das so gut funktioniert hat und das Krasse ist halt auch,

00:13:18: dass ich dann also ein Formula gefunden habe.

00:13:22: Und dabei hat es ja nicht aufgehört und dann kam halt die Real-Life-Logo-Animationsgeschichte.

00:13:27: Das war dann auch eine Serie, die ich gemacht habe und die ich noch weiterhin mache,

00:13:31: Animating Logos on the Streets, Part 1, Part 2, Part 4

00:13:36: und dann eben in meinen anderen Ländern, wenn ich mal reisen war oder in anderen Stadt oder so.

00:13:40: Und die ersten haben auch nicht so gezündet, aber dann auch der zweite, der dritte,

00:13:44: umso interessanter die Animationen wurde,

00:13:46: tatsächlich auch nicht so sehr typisch motiondesignmäßig.

00:13:49: Also es gibt ja in "Motion Design" eine gewisse Sprache, wie man an Sachen reingeht,

00:13:52: sondern viel spielericher.

00:13:54: Aber dann die Leute alle so fasziniert und fanden das so cool und haben es geteilt

00:13:58: und also das ist nochmal das Interessante zwischen dem, was ich mache und was Dianne macht.

00:14:02: Dianne ist ja sehr grafikdesignlastig und ich nehme ihn deswegen auch gerade als Vergleich,

00:14:07: weil wir beide sind im Designbereich.

00:14:10: Ich mache aber wirklich Content, was sich Leute zum Entertainen angucken, auch zu Inspiration.

00:14:16: Aber Dianne ist ja wirklich in einem Feld, wo es sehr um, okay, was ist die Arbeit?

00:14:22: Inspiration, Ideengeber, Ideen.

00:14:25: Und da sind auch mehr Sperrspitze schon unterwegs, ich muss sagen.

00:14:28: Genau, genau. Und der Grund, warum ich das sage, ist bei ihm gibt es dann auch viele Leute,

00:14:32: die eine andere Meinung haben, die dann sagen, finde ich scheiße, ist kacke, gar nicht geil,

00:14:36: warum hat der so viel Data?

00:14:38: Und hilft ihm eigentlich, also hilft ihm Alkoholismus.

00:14:41: Genau, wie man ausblenden muss.

00:14:43: Es geht gut und es ist auch generell Kontroversität, was das angeht, eigentlich ziemlich gut.

00:14:51: Also es schadet tatsächlich gar nicht so sehr, wie man vielleicht denkt.

00:14:54: Aber bei mir war es tatsächlich so, was ich beobachtet habe, es war halt überwiegend positiv,

00:14:57: weil es hier nicht mehr um das Design ging, sondern eher um das Erlebnis.

00:15:01: Boah, was habe ich gerade erlebt?

00:15:03: Boah, wie cool, wie kreativ.

00:15:05: Ich wünsche, das wäre echt, ich kann mich damit identifizieren.

00:15:07: Ich sehe das ja auch so.

00:15:09: Und Leute haben es dann in ihren Stories gepostet.

00:15:12: Und sie konnten sich damit identifizieren.

00:15:14: Und das war im Grunde so der Punkt, wo ich es geknackt hatte.

00:15:18: Ja, das gehört aber auch natürlich, also sagen wir mal so, das hört sich ja so easy an.

00:15:23: Also du machst da gerade ein sehr technisches Prozess, der ja sicherlich auch da ist.

00:15:28: Aber am Ende des Tages geht es ja auch um eine Idee, es geht um Talent.

00:15:32: Und ich meine, es gibt viele, die jeden Tag irgendwas posten,

00:15:36: aber trotzdem nicht mehr als 3000 Follower haben.

00:15:38: Also irgendwas machst du hier schon auch, was sagen wir mal mehr ist,

00:15:42: als viele andere versuchen das zu tun.

00:15:44: Und wenn man sich dann einen Motion Design anguckt,

00:15:47: habe ich dir ja schon mal gesagt, du hast ein wahnsinnig gutes Gespür für Timing.

00:15:51: Und das liegt auch glaube ich da drin, dass du schon so früh angefangen hast.

00:15:57: Also du hast sehr viel abgeschaut.

00:15:59: Also was, also wie entsteht so was und so weiter.

00:16:03: Und gerade im Motion Design ist das Timing das A und O.

00:16:05: Und dann kommt jetzt das absolut entscheidendste, du hast die geniale Idee.

00:16:10: Und das ist Grafik Design.

00:16:12: Also das ist es.

00:16:13: Und das ist das, was dich auch so ausmacht und was ich auch total spannend finde, ist,

00:16:18: du lässt sich nicht auf einen, ach guck mal, das ist jetzt ein Ader.

00:16:22: Also das heißt, also wenn ich mir deine Arbeit, deine Arbeitsvielfalt,

00:16:26: also was ich zum Beispiel auch total geil finde, es gibt eine Animation.

00:16:29: Ich glaube, die ist wirklich sehr handmade.

00:16:31: Ich glaube, das ist eine von den älteren Animationen, wo du,

00:16:35: du hast jemand, der so eine Flitsche spannt, packt die hinter einen Kopf

00:16:39: und dann fliegt der Kopf als geil.

00:16:42: Auch mein Favorit von denen.

00:16:43: Geil, geil, geil.

00:16:44: Das ist ein völlig anderer Stil als jetzt eben animierte,

00:16:48: wie heißt das nochmal, Straßenschilder.

00:16:52: Wiederum auch ein ganz anderer Stil als jetzt zum Beispiel,

00:16:55: da reden wir ja gleich nochmal ein bisschen ausführlicher drüber,

00:16:58: die Animation für den Dokumentarfilm, die du gemacht hast,

00:17:03: also auch mega, also und alle in sich erzählen im Grunde genommen,

00:17:07: die Story, die es für das gerade braucht.

00:17:10: Genau.

00:17:11: Und das macht dich wirklich ganz besonders.

00:17:12: Muss machen, was du sagen.

00:17:13: Danke, danke.

00:17:14: Ja, also ich muss jetzt dazu sagen, ich zu meiner Schande muss ich gestehen,

00:17:18: dass ich mir genau nur den Trailer angeguckt habe.

00:17:21: Also ich habe ganz viel zu entdecken jetzt auf jeden Fall hier nach.

00:17:25: Also klingt alles total interessant.

00:17:27: Ja, du verstehst auf der selben Seite vielleicht wie die Zuschauer,

00:17:30: die Zuhörer, genau.

00:17:32: Aber ja, also der Gedanke ist für mich eigentlich immer einfach,

00:17:37: die Idee kommt zuerst und wie ich es dann umsetze danach.

00:17:40: Und ich denke, ein sehr großes Beispiel dafür ist auch meine Bachelorarbeit,

00:17:46: wo ich wirklich komplett verschiedene, auch wieder komplett neue Sachen gemacht habe,

00:17:50: die ich zuvor noch nicht gemacht habe.

00:17:52: Im 3D Bereich habe ich mich eingefunden.

00:17:54: Und auch Sachen, mit denen ich mich auskenne, arbeiten in einer neuen Form,

00:17:58: dann eingearbeitet habe.

00:18:00: Und es ist letztendlich, denke ich, der kreative Geist, der einfach in mir lebt.

00:18:08: Und wie ich es gerne umsetze.

00:18:10: Ich mag es gerne.

00:18:11: Vielleicht ich würde auch, also sei es Malen, tu ich gerne Zeichnen, mache ich gerne Musik.

00:18:15: Alles, was kreativ ist, inspiriert mich und macht mir Spaß.

00:18:18: Wenn ich mir auch andere Arbeiten angucke, die ich großartig finde,

00:18:21: dann kann ich nicht mehr aufhören, stillzusitzen.

00:18:23: Dann muss ich wieder ran.

00:18:25: Das ist, das ist...

00:18:27: Aber ich glaube schon mal, der Fokus oder das, was bei dir, glaube ich,

00:18:31: dann auch einfach Grund dafür ist, dass du dann dich da irgendwie von mehr durchsetzt als andere,

00:18:38: ist einfach die Idee, so als solches.

00:18:40: Weil es so gerade eine Idee am Anfang von so einem Prozess zu stellen,

00:18:44: ist eben, ja, ich sag mal, ausarbeiten gibt es mehrere Wege.

00:18:49: Ich will jetzt gar niemanden kleinreden oder so.

00:18:51: Aber die Grundidee ist eben immer Master Key, so in der ganzen Geschichte.

00:18:56: Ja, und ich habe auch gesehen, du kollaborierst ja auch mit einem Chian so ein bisschen.

00:19:01: Also das heißt, also immer dann, wenn ich Motion-Design mal ein Chian sehe,

00:19:05: kann ich mal davon ausgehen, das ist von Arda.

00:19:08: Also mittlerweile nicht mehr alles, der macht gerne auch sein Zeug,

00:19:11: aber man kann davon ausgehen, dass mein Auge auf jeden Fall mal drüber geblickt hat,

00:19:16: wenn da was geschieht.

00:19:18: Aber ja, also mit Chian arbeite ich sehr viel und auch sehr gerne.

00:19:23: Das ist eben, dass der Werdegang einfach, Chian hat ja damals eben mit diesem Fahrt gezeigt.

00:19:30: Und auch währenddessen, während des Wachsens war er ja auch immer stets an der Seite

00:19:33: und hat immer gesagt, ey, mach mal das, probier mal dies, probier mal jenes,

00:19:37: zumindest was die Techniken angeht im Sinne von was ist Social Media.

00:19:41: Also jetzt nicht per se, was mein Content ist,

00:19:43: hat er auf jeden Fall mich machen lassen.

00:19:47: Aber er war, Chian ist jemand, der kümmert sich gerne um den Nachwuchs, sag ich mal,

00:19:53: das ist so sein Ding.

00:19:54: Chian sief in fünf Jahre Elter, glaub ich, willst du das?

00:19:57: Er sagt es stetsig, also kann es auch Seymour fragen jetzt hier

00:20:02: und oder sonst wehen aus der Uni.

00:20:04: Wenn man sich bei Chian meldet, dann nimmt er sich die Zeit und redet mit ihr.

00:20:08: Auch als ich Chian neu kennengelernt hatte, ich hatte, es gab irgendwie,

00:20:11: es war ganz, ganz neu, also wirklich, kannten uns vielleicht zwei Wochen,

00:20:14: haben wir irgendwie drei Stunden telefoniert und hat mir erzählt,

00:20:16: was er da gemacht hat und wie er das gemacht hat.

00:20:18: Und bis heute noch, also haben wir genau solche Telefonate.

00:20:22: Und dann geht es jetzt diesmal auch darum, was ich gemacht habe

00:20:24: und was er gemacht hat und wie können wir doch zusammenfügen

00:20:26: und was das nächste große, was wir zusammen machen können.

00:20:28: Und mit Chian haben wir, also mit Chian habe ich auch jetzt an der Kieler Woche

00:20:35: auch zusammen, was ein riesen, riesen, riesen Ding ist.

00:20:38: Also, wenn man sich ein bisschen mit dem Grafik-Design auseinandersetzt,

00:20:42: ist Kieler Woche Ritterschlag.

00:20:45: Ja, also muss man auch sagen.

00:20:47: Da muss man aber auch den Hut ab, erstmal vorerst auch Chian die Bühne geben

00:20:51: und sagen, ey, das war auf jeden Fall seine Leistung.

00:20:53: Ich habe ihm da was Motion Design angeht unterstützt.

00:20:56: Ich würde gerade fragen, also du hast das animierte Plakat das du dann gemacht hast.

00:21:00: Genau, genau.

00:21:01: Und das Feedback war auch sehr, sehr interessant und sehr mixt,

00:21:04: weil der Prozess zum Beispiel auch sehr, was die Kollaboration mit Chian angeht,

00:21:08: war so, dass Chian hat mir gesagt, ich war einer der ersten,

00:21:11: unter anderem, der das erfahren hat, dass er da nominiert wurde,

00:21:14: damit zu machen, für die, die es nicht wissen.

00:21:16: Es ist ja ein Wettbewerb von 10 bis 15, glaube ich,

00:21:19: ich glaube, 15 Designern aus der ganzen Welt, die halt nominiert werden,

00:21:23: dort mitmachen zu dürfen und der, die Gewinner dürfen,

00:21:26: dann oder haben dann die Möglichkeit, die komplette Kieler Woche zu branden

00:21:31: mit deren Design.

00:21:33: Und da gibt es eine Jury, die hoch angesehen ist

00:21:37: und darunter auch die Kieler Leute, also die aus Kiel sind eine Jury.

00:21:40: Und es ist auf jeden Fall ein Riesenprozess, ein Riesending,

00:21:42: also gerne miteinander setzen, wenn man sich mit Grafik zu Hause befestigt.

00:21:45: Früher haben die, sind die ja an die Fars gegangen und haben da quasi...

00:21:49: Auch immer noch.

00:21:50: Ja, ja, aber weil du jetzt sagtest, dass das eigentlich so,

00:21:53: also die haben das eigentlich noch mal ein bisschen geschärft, dieses Prinzip.

00:21:56: Also die haben schon immer ein hohes Design oder eine hohe Designaffinität.

00:22:00: Früher sind die ja in die Fars gegangen, weiß ich noch.

00:22:02: Da haben Wettbewerbe an ganz, ganz vielen Fars stattgefunden.

00:22:05: Also ich kenne sich Leute, die da auch schon Kieler Woche Plakate gemacht haben,

00:22:09: die ist letztendlich da nicht geworden sind, aber wie auch immer.

00:22:12: Ja, ich weiß nicht mehr, seit, also wie lang das jetzt, ich glaube,

00:22:15: das fast 100 Jahre, auch diese Tradition nicht ganz,

00:22:18: vielleicht so 80, 70 Jahre, da bin ich mir jetzt nicht mehr ganz im Rhein mit.

00:22:21: Aber irgendwann wurde es dann in diese Richtung immer noch Fahre auf jeden Fall

00:22:26: und Studie generell, aber irgendwann wurde es dann immer schärfer.

00:22:29: Und dann...

00:22:31: Ja, das ist nicht wirklich...

00:22:32: Also große Namen.

00:22:34: Größere, große, ich will ja einen guten Namen.

00:22:36: Ja, genau, Fußtreten.

00:22:38: Ja, aber ist ja so, das ist ja der Key, sag ich mal, von der Kieler Woche.

00:22:44: Und Dianne hat mir seine ersten Designs geschickt,

00:22:47: hat aber eine Sorge und zwar, dass das Feedback von den meisten Leuten war,

00:22:51: irgendwie das sieht aus wie ein QR Code oder das ist so wirrwahr,

00:22:54: irgendwie dies und das.

00:22:55: Und ich als Motion Designer guckt mir das an und sagt,

00:22:57: "Hä? Das ist doch Bombe, das sieht aus wie Flickern das, also Flemannas Wasser.

00:23:01: Das ist Kiel, das ist Wasser, das ist Eigen, das verkauft das so."

00:23:05: Wasser, das sieht so an das scheint, ja, ja, genau.

00:23:07: Und der so, boah, du hast recht, und da hab ich sofort ein Bild mitgeschickt

00:23:10: von so, von der Wasseroberfläche, wie die Lichtflak hat.

00:23:13: Und geh mal einen Schritt zurück und guck dir das mal nochmal an.

00:23:15: Und Dianne war so Bombe, sehr nice.

00:23:18: Und dann war es dann soweit das Ganze abzugeben,

00:23:21: hat mich gefragt, hey, hast du Bock, das Ding zu animieren?

00:23:24: Ich bin nachmittag einfach zu ihm gefahren, haben das immer auf der Couch angefangen,

00:23:28: habe ich ihn dann zwei, drei Tage später das fertige Ding geschickt.

00:23:31: Und meine Idee war, wie können wir jetzt die ganzen Leute, die das nicht verstehen,

00:23:36: das Ganze verstehen lassen mit Storytelling und Animationen.

00:23:38: Weil jetzt habe ich die Möglichkeit, alles zu machen mit dem Design,

00:23:41: ohne es natürlich zu entfremden oder so was.

00:23:46: Aber ich habe es dann so animiert und das ich sagen kann, okay, so kann man es jetzt verstehen.

00:23:51: Einmal die Elemente rauszeigen, zeigen, wie es sich aufbaut,

00:23:54: von links nach rechts, wie eine Welle quasi und diese ganzen Prinzipien.

00:23:57: Das heißt, die Idee stand wieder an Front.

00:24:00: Und das Feedback war tatsächlich bislang von dem, was ich auch mitbekommen habe,

00:24:04: ab und an eben, dass die Leute das Plakat auch durch die Animationen verstanden haben.

00:24:08: Und dann das hat das in den Deck...

00:24:10: Ja, das hat so einen Rottenkreiser gegeben.

00:24:12: Sofort.

00:24:13: Ja, sofort.

00:24:14: Also das ist schon, muss man schon sagen, mega Idee.

00:24:17: Ja, aber auch die Animationen eben.

00:24:19: Das war aber ein Zusammenspiel.

00:24:21: Da muss man auch Dianne 1 sagen, der hat Folgendes auch an sich,

00:24:24: der hat auch keine Lust, jemanden rumzukommendieren.

00:24:26: Ich habe mir das vorgestellt und der gibt mir das und sagt, ich vertraue dir.

00:24:31: Und die Grundidee stand und es war...

00:24:35: Also Dianne hatte dann super Ding auch hingelegt.

00:24:37: Es war auch super spaßig, das Ding zu animieren.

00:24:40: Es ist immer noch.

00:24:41: Und das war halt...

00:24:43: Mir war auch wichtig, die Idee vorzusetzen.

00:24:46: Und ja, dadurch hat es dann funktioniert.

00:24:49: Und auch als wir es erfahren haben, war es auch wieder so wir für uns beide.

00:24:54: Ich meine, wir sind beide Deutsch-Türken aus dem Pott.

00:24:56: Und es ist einfach lustig und beide aus derselben Uni.

00:24:59: Und also das ist eigentlich, wenn man es umso vertiefter man sich das gibt,

00:25:04: umso wirrer wird das.

00:25:06: Es ist voll cool.

00:25:07: Und cooler wird.

00:25:08: Und ja, und...

00:25:09: Nein, also ich muss wirklich sagen, ihr beiden, also ich meine, ich will nicht mal bei euch beide reden.

00:25:13: Du bist ja heute der Gast hier.

00:25:15: Aber ihr seid so ein bisschen die neuen Superstars hier.

00:25:17: Also es ist ja so, und das sind wir mal bei einem Thema.

00:25:20: Das ist ja das ganze Thema Ruhrpott und Design.

00:25:23: Und also wir haben dieses Thema ja jedes Mal in den Podcast.

00:25:26: Also warum rennen die Leute nur nach Düsseldorf, Berlin, Hamburg und so weiter.

00:25:29: Wo hier doch so viel Gutes erspringt.

00:25:34: wieder mit dieser Generation, die da jetzt gerade groß wird und wirklich auch laut ist.

00:25:38: Also ganz klar, also wirklich zeigt, wo der Hase lang läuft. Ich kann mir gut vorstellen,

00:25:44: dass das sagen wir mal dieses ganze Thema, was bei uns hier so stiefmütterlich so ruht.

00:25:48: Ich meine, es wird zwar, also ich will das jetzt nicht falsch sagen, ist mal die Leute,

00:25:52: die jetzt hier oder die Companies, die jetzt hier im Roport sind, die wissen natürlich,

00:25:55: dass es hier auch gutes Design gibt. Aber sagen wir mal, der Roport ist jetzt weltweit

00:25:59: nicht bekannt dafür, die Design hochwirk zu sein, sag ich mal so. Aber ihr ändert das gerade

00:26:04: und das finde ich total geil. Ja, auf jeden Fall. Also für mich ist es auch einfach wichtig,

00:26:12: dass, wie gesagt, dass die Qualität einfach die ist, die ich als gut und richtig empfinde.

00:26:19: Und das ist auch eine Sache, die habe ich noch besser in der Uni verstanden und auch gelernt.

00:26:25: Der Prof, der dafür zuständig war, war auch Lars Hamson. Und letztendlich, was er mir am

00:26:33: meisten auf den Weg gegeben hat, war nicht unbedingt direkt gut Design zu wollen oder

00:26:38: direkt gutes Design zu machen. Ab einem gewissen Semester kann man das nicht mehr ändern. Also

00:26:43: ab einem gewissen Punkt ist das zu verlangen. Aber zu verstehen, wann es eigentlich gut ist.

00:26:47: Weil etwas kann schön und gut aussehen. Aber wir haben als Designer eine ganz andere Aufgabe.

00:26:52: Oder auch als Motion Designer oder als Storyteller oder als sonst was. Wir haben eine ganz bestimmte

00:26:56: Aufgabe und das ist eben zu kommunizieren. Und wie gut wir das schaffen, hängt eben von dem

00:27:01: Gesamtbild ab. Wie sieht das aus? Was sagen wir? Und wie wird das gesagt? Und am besten,

00:27:06: meiner Meinung nach, ist auch was das Lösestem für ein Gefühl in dir aus. Und ich empfinde immer

00:27:12: die Sachen als gut, die mir ein gewisses Gefühl hervorbringen. Und ich kann es halt nicht immer

00:27:20: immer gut beschreiben. Aber ich weiß einfach, wenn etwas stimmt, ist das eine Intuition. Und man

00:27:26: kann sie aber auch trainieren, diese Intuition. Ich habe mal einen coolen Satz gehört. Design,

00:27:30: man kann ja immer wieder was Neues auch entwickeln. Es ist aber die Erkenntnis zu wissen,

00:27:34: was man nicht mehr weglassen kann. Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis daran. Das ist echt

00:27:39: gut. Ich weiß nicht, wo ich es aufgeschnappt habe, ist nicht vor mir. Ich fand den aber auch,

00:27:43: dass du sofort das hörst und denkst, ja, ja. Ja, ich glaube, in unserem Beruf ist ja,

00:27:50: glaube ich, die größte Herausforderung, irgendwann mal loszulassen. Also, wann lässt du die

00:27:55: gutes Design los? Also, wann ist es so gut genug, dass du es loslassen kannst? Ja, ja. So ein bisschen,

00:28:03: jeder hat eine zeitliche Grenze. Weil wenn ich alles ausreizen könnte, dann wäre ich mit

00:28:13: vielen Sachen nicht fertig. Das stimmt. Das wird hier jedem aber so gehen, denke ich. Aber ich

00:28:19: wollte noch mal ganz kurz einmal auf das Kieler Woche Plakat oder auf das Kieler Woche auf die

00:28:23: Animation hinaus. Oder weil die eben so puristisch und so easy eigentlich auf den allerersten Blick

00:28:30: irgendwie aussieht. Ich vermute, du hast ja einen After Effects gemacht. Und das ist Fadetrim. Ja,

00:28:36: das ist letztendlich das Anderes. Es ist einfach nur eine Technik. Also, es ist Technik

00:28:40: ran gehen und einfach die Fadetrim. Das heißt, für die, die es jetzt nicht wissen, du hast Fadetrim

00:28:45: und du kannst die halt entlang der Fadetrim kannst du dein Objekt wachsen lassen. Ja, Fadetrim heißt.

00:28:51: Also, mein Gott, wenn du es nicht weißt, dann schalt ab jetzt. Ich wollte gerade sagen,

00:28:57: dann Google es. Oder schau dir meine Tutorials an. Genau, das finde ich eben so geil daran. Ich

00:29:02: habe das gesehen und das ist so, also letztendlich ist das sofort, ich habe auch machen können.

00:29:08: Also, ich sage ja, das Handwerk ist das eine. Die Idee ist das andere. Ja, das ist ja genau das,

00:29:14: worauf ich hinaus möchte. So, dass das so simpel gemacht ist. Gar nicht, du bist nicht der,

00:29:18: der mega Effekter-Hascherei oder was auch immer jetzt irgendwie aufgelegt, sondern du hast so

00:29:26: ganz die simplsten Tools verwendet und du hast voll den geilen Effekt herausgekriegt. Und mehr

00:29:32: braucht du das auch gar nicht. Ich meine, wenn ich einen Bild aufhängen will, nutze ich auch einen

00:29:36: Hammer und Nagel. Also, ich brauche jetzt kein, weiß ich nicht. Kannst du es auch mit einer Hilti

00:29:41: versöhnen? Ja, also mit so einer Atomwasser-Wagel. Ja, genau. Also, warum jetzt? Wird erst mal ausgerichtet

00:29:49: die nächsten drei Tage? Ja. Ich möchte gerne nochmal auf ein Projekt von dir zurückkommen, was

00:29:55: gerade, glaube ich, relativ aktuell ist, beziehungsweise aktuell sein wird. Also, es kommt demnächst. Und

00:30:00: das ist eines, wo du, ich habe es ja schon gesehen, ich kann jetzt, ich möchte ja auch nicht spoilern

00:30:06: oder so, aber jeder kann den Teezer ja dazu schon sehen, das ist ein Dokumentation. Der Film

00:30:13: heißt "Sterben ohne Gott". Und da gibt es auch wieder eine Kollab zwischen dir und Sian. Kannst

00:30:19: ihr ja vielleicht gleich ein bisschen mehr von den C&R und da habe ich auch wirklich wirklich

00:30:23: mega Motion Design von dir gesehen. Erzähl mal ein bisschen von diesem Film. Also, das ganze Projekt

00:30:29: hat angefangen auch so Mitte meiner Instagram-Anfangsphase. Also, ich war da vielleicht bei,

00:30:35: weiß ich nicht, paar tausend Followern. Und das ging so los, dass der Regisseur dieses

00:30:41: Film ist "Sterben ohne Gott". Dass er auf der Suche war nach jemandem, der eben eine Titelsequenz

00:30:46: im Stil von Soul Bass, dem Urgestein des Grafikdesigns und Animationen und Titelfilmen generell und

00:30:53: also... Ich bin voll der Rabe, der Namen sagt mir einfach nix. Irgendes zu machen, also zu gestalten.

00:31:00: Und jemand, der mich kennt über Instagram und auch einmal kennengelernt hat, mal irgendwo auch mal

00:31:06: auf der FH war so zu der Zeit zumindest, Marc Kemper, jetzt kennen wir uns sehr gut, auch 3D-Artist,

00:31:14: hat dann dem Regisseur, weil er in Dortmund aktiv war, gesagt "Hey, Komma der auf Instagram,

00:31:20: ich kenn den, der macht Woll-Motion-Design, frag den doch mal". Und zu der Zeit hatte ich eben das

00:31:25: Problem, was ich vorhin genannt hatte. Ich hatte keine Arbeit, die beweist, was ich kann oder wie

00:31:29: ich was mache. Ich war mir selbst überzeugt, ich weiß, ich kann illustrieren, ich weiß,

00:31:33: ich kann animieren, ich liebe Filme und ich kann auch Stop, also Frame by Frame animieren,

00:31:38: Cell animieren, wie man es auch nennen mag. Das weiß natürlich der Regisseur nicht. Aber

00:31:42: sehr optimistischer Typ, der hat sich meine Sachen angehört, was ich ihm zu sagen hatte,

00:31:47: telefoniert und war aber nicht ganz überzeugt, weil er nicht Ergebnisse gesehen hat. Und dann hat Marc

00:31:53: ihn überzeugt, dann hat er auch noch mal mit Gian geredet, weil er Gian auch kannte und die haben

00:31:57: alle gesagt "Hey, vertraude, der macht das gut". Und zu der gleichen Zeit ging es dann los und ich

00:32:02: habe angefangen was zu machen, zu gestalten und Gian war dann ganz am Anfang kurz mit dabei,

00:32:07: weil er die Typografie und generell so ein bisschen kreative Vision, was das anging,

00:32:15: nochmal bei geholfen hat und hat dann zwei Typo, also zwei Schriften ausgewählt, die wir dann

00:32:22: benutzt haben für den Film, die ich dann für die Titelsequenz, die es ja am Anfang erst

00:32:26: war, benutzt habe. Und als ich dann die ersten Ergebnisse geliefert habe, war der Regisseur,

00:32:32: also Moritz Terwisten heißt er, so überzeugt, dass er gesagt hat "Hey, lass mal noch mehr machen".

00:32:39: Ich habe da ganz viel im Film, was noch offen ist, ganz viel wo B-Roll eigentlich reingehen würde.

00:32:45: Ich glaube es wäre geiler, wenn das mit deinen Animationen bestückt wäre. Und ja, so ist es

00:32:50: halt ins Rollen gekommen, das heißt überzeugen konnte ich ihn dann letztendlich mit dem ersten

00:32:55: Ergebnis der Titelsequenz, da haben wir auch mit einer Band zusammen ein bisschen dran gefuchtet und

00:32:59: gearbeitet. Und ja, der Prozess war eigentlich sehr frei, sehr eigen, das war nicht der erste

00:33:09: große Job oder sowas, aber das war auf jeden Fall ein großes Projekt in meinem Feel-Ans-Star sein,

00:33:15: wo man sagen kann, das ist echt und das ist greifbar auf einer großen Bühne, wo man sich das

00:33:23: auch angucken kann, wo ich auch zu appelliere, guckt euch den Film gerne an, den gibt es in

00:33:27: ausgewählten Kinos auf jeden Fall im Ruhrgebiet, kann man den schauen. Jetzt ist am 15. März die

00:33:33: Premiere, dort sind wir dann alle vor Ort in Düsseldorf am Uferpalast und ja, der Film ist

00:33:40: erstmal generell sehr, sehr gut meiner Meinung nach, also die Umsetzung, das Thema ist also

00:33:46: sterben ohne Gott, da geht es um das Sterben ohne Religion, worum geht, was passiert da eigentlich,

00:33:51: was passiert mit uns, was ist die Psyche und ich habe auch sehr viel während des Films gelernt,

00:33:55: also ich habe ja viele Ausschnitte gesehen und auch daran gefuchtelt, ich habe zum Glück den

00:34:00: Film noch nicht ganz geguckt und möchte ich auch am Tag der Premiere natürlich machen,

00:34:04: aber sehr interessante Leute mit dran beteiligt gewesen, was die Produktion anging, also den

00:34:10: Filmprozess, aber eben auch die Postproduktion war dann primär, dann in der Animation ist und dann

00:34:17: Gian, was dann später auch die Plakate anging, wo er dann nochmal rumkam und vorher gesagt hat,

00:34:23: ey, daraus können wir eine richtig coole Kollab machen, ich mache das Poster, das ist die

00:34:27: Gestaltung, die Typografie und du machst bitte dann die Illustration wie auch im Film, die halt

00:34:33: den Film geprägt haben dann dadurch und ich hoffe wir konnten dadurch etwas zeitloses schaffen und

00:34:39: absolut vor allem was ich daran so spannend, also erstmal muss man dazu, dass wirklich ein

00:34:43: außergewöhnlich tolles, eigenständiges, unglaublich einprägsames und es wird auch ein

00:34:47: zeitloses Motion Design sein, also was ich da jetzt schon sehen durfte, also wie gesagt,

00:34:52: den muss ich das angucken, aber was ich daran auch so spannend finde ist der Prozess, weil das

00:34:57: ganze Ding ist bei weitem nicht digital, also es mutet nicht digital an und es ist auch nicht

00:35:02: digital entstanden und das zeigt im Grunde genommen auch die Vielfältigkeit in der du Motion

00:35:07: verstehst, also wenn man klassischerweise von Motion Design redet, denkt man sofort After Effects

00:35:12: und erzähl doch mal, was, wie hast du es gemacht, also was kommt da an Technik vor?

00:35:18: Also das war so für mich eigentlich, generell was Motion Design angeht oder was Gestaltung vor

00:35:26: allem angeht, Motion Design ist ja nicht nur das Animieren, Motion Design ist Motion und Design

00:35:32: und nicht 50, 50 sondern 100, 100. Du willst gutes Design, weil egal wie das Design aussieht,

00:35:38: die Motion redet es nicht, tu mir leid, du brauchst gutes Design für gute Motion und deswegen habe

00:35:46: ich mich auch noch davor ganz viel mit traditionellen Design auseinandergesetzt, das heißt was kann

00:35:51: man analog schaffen, wie weit kommt man analog, wie funktioniert analog oder was macht analog überhaupt,

00:35:55: also wie kann man es fusionieren und das war denke ich der prägsamste Grund warum das so

00:36:02: geworden ist, wie es geworden ist, weil ich einfach analog angefangen habe, ich habe das,

00:36:07: ich habe die ersten Schritte waren auch auf Papier, ich habe natürlich ganz viel gescribbelt, ganz

00:36:12: viel Ideen gesammelt, wie man es halt auch macht, aber ich habe auch die ersten fertigen

00:36:16: Visuals analog gebaut und dann von dort digital umgesetzt, das heißt die, der Ursprung, die

00:36:24: herangehensweise kommt vom Analogen. Also du hast jetzt zum Beispiel, das muss ich noch mal eben

00:36:29: kurz einmal sagen, weil wir haben ja bilderweise kein Bild während wir reden, aber da ist ja

00:36:35: eine sehr prägnante rote Fläche im Hintergrund, so und das ist ja nicht einfach nur rot ausgewählter

00:36:40: Farbpicker in der After Effects Fläche, sondern, ja, sondern ich habe halt die Linol Druckfarbe,

00:36:46: meine also rot, die ich zu Hause liegen hatte, habe ich auf meinen auf meinen ja 2020 Grammatur

00:36:54: Papier drauf gemalt, also mit einem Linol Rolle, genau, nicht mal im Pinsel, also eine

00:37:01: Linol Rolle, weil es ja auch Linol Farbe ist, die ja nochmal eine bisschen andere Eigenschaft hat,

00:37:05: auch bisschen ausgetrocknet war. Wäre der Trailer grün gewesen, wenn du grün zu Hause gehackt?

00:37:09: Ich hätte es höchstwahrscheinlich eingefärbt, aber wir wollen ja natürlich auch eine gewisse

00:37:16: Grafische Sprache an den Tag legen, aber ich hatte halt Glück, dass ich rot da liegen musste. Und die

00:37:20: Drolle war noch benutzt von davor, das heißt ausgetrocknete kleine Farbspekte waren drauf,

00:37:25: ein bisschen dreckig und das eben gibt einen gewissen Charakter auf dem Papier und zum

00:37:31: Schluss nochmal mit einer Schere drüber, damit nochmal irgendwie Risse, nicht Risse, aber so

00:37:35: Prignierung in der Farbe entstehen und das habe ich ungefähr so sechs, sieben Mal gemacht,

00:37:42: damit ich verschiedene Versionen habe, die ich dann nacheinander abspiele,

00:37:46: bis zum Stop Motion Charakter nochmal gebe, bis hin die Zeit, also damit es sich auch bewegt,

00:37:52: auch was, damit sich nach etwas anfühlt, nach Textur anfühlt und das war letztendlich der Prozess,

00:37:58: also eigentlich, wenn ich so nachher denke, dann denke ich mir ja, es ist ja eigentlich ganz

00:38:03: einfach, aber natürlich muss man auch erst darauf kommen oder auch die Utensilien haben.

00:38:06: Ja, es ist einfach, also letztendlich, es ist kein Hexenwerk so, aber man sieht einfach die Mühre,

00:38:15: die da drin steckt, so das, das nimmst du auch, auch gar nicht so, wow, hat da sich einer Mühre gegeben,

00:38:20: aber das nimmt man so unterbewusst viel mehr wahr und dadurch kriegt das auch Gehalt in

00:38:24: dem Sinne, weil eine rote Fläche ist eine rote Fläche, wenn die Gedanken los ist, ist die

00:38:28: total öde, so weißt du, aber wenn du siehst, dass da irgendwie, dass man sich ein Kopfturm gemacht

00:38:34: hat, man sieht einfach, dass ihr euch extrem viel Mühre gemacht habt und extrem viel Mühre machen

00:38:39: ist immer gut. Ja, man kann auch dahergehen und irgendwie Texturen aus dem Internet unterladen

00:38:43: und das irgendwie drohen, aber es hätte auch schneller hingekriegt, womöglich, und dann rein digital.

00:38:48: Aber warum? Warum ist, also es wird nicht so gut sein und ich kann es jedem appellieren, wenn man,

00:38:54: wenn man irgendwie Schwierigkeiten hat etwas unzusetzen, macht mal analog, guck was passiert,

00:38:58: scant ist dann ein oder dann benutzt es nicht dafür, sondern für das nächste Projekt. Also es

00:39:03: wird, ihr werdet eine Art Bibliothek aufbauen für euch selber, die besser ist als jede

00:39:07: wirkuliche Bibliothek da draußen, weil alles auf euch abgeschnitten ist, auf euch persönlich und

00:39:13: ihr kennt es, ihr wisst, was da passiert ist, ihr wisst, wo der eine Fleck ist oder wo, wo der eine

00:39:18: Kratzer ist und ihr könnt den Kratzer benutzen, weil auf einmal wird da raus ein Gestaltungselement

00:39:22: und ich würde trotzdem nochmal ein bisschen, ich gehe noch ein weiter, und zwar ist es so,

00:39:27: du arbeitest da ja auch mit Characters und die haben ein gewisses, ich sage jetzt mal so wie

00:39:34: so ein Lennon-Schnitt. Wie gesagt, Leute, guckt euch das an, das ist frame by frame animiert.

00:39:41: Genau, hand animiert, das heißt wirklich, die Frame Rates habe ich relativ weit unten gehalten,

00:39:47: das waren sechs Frames die Sekunde, noch relativ human im Sinne von der Umsetzung, aber wenn ich

00:39:52: jetzt hoch rechnen müsste und eine Zahl gehen würde, wären das schon wahrscheinlich so um die

00:39:56: paar, also vielleicht 500 individuelle Bilder, die ich dann in der Zeit irgendwie gemalt oder

00:40:01: gezeichnet habe, vielleicht sogar mehr tatsächlich, wahrscheinlich mehr, wahrscheinlich über 1000.

00:40:06: Ja, frame by frame, das heißt Bild für Bild, jede Sekunde, die man dort sieht, das Meiste zumindest

00:40:13: gezeichnet, auf dem iPad dann mit einem Tool, aber ob es auf dem iPad ist, ob es auf dem Papier ist,

00:40:21: macht dann da auch kein Unterschied. Das gibt auch, habe ich auch irgendwo mal gehört,

00:40:25: weiß ich nicht, wer es gesagt hat, hat mir aber sehr gefallen, ja, ein Satz. Der Motion Design

00:40:33: oder Animator oder der Animator war auch immer, ist nicht so gut wie sein Programm, also egal was

00:40:39: du hast, du musst es machen können, sei es auf Stein, sei es auf Papier, sei es auf deinem iPad,

00:40:45: mir ist das Tool egal, also wirklich, diese Mentalität habe ich relativ früh einfach gehabt und

00:40:52: deswegen bin ich auch gerne mit anderen Programmen unterwegs, also sei es jetzt Touch Designer,

00:40:57: oder sei es Blender, ich habe auch mit Unreal Engine animiert, also oder halt Bild für Bild,

00:41:06: ein Foto nach dem anderen, ich würde auch, fände ich auch lustig, einfach mit Excel

00:41:10: eine Animation machen, dann screenshoten, also es geht es, es ist möglich. Kommt immer darauf an,

00:41:15: was die Aufgabe ist, und das ist eben das, was ich ja vorhin schon sagte, das macht ja auch deine

00:41:19: Vielfalt aus, also wie gesagt, guckt euch sehr, sehr gerne alles Insta-Account an, das sind sehr,

00:41:24: sehr viele Beispiele, du hast wahrscheinlich noch viel mehr gemacht, meistens liegt das ja

00:41:28: trotzdem in den Schubladen rum, aber das, was man da sieht, zeigt eigentlich schon, dass im Grunde

00:41:33: genommen die Idee oder das, was kommuniziert werden soll, dafür sprich welche Tools du einsetzt,

00:41:38: und dir ist scheißegal, ob es Analog-Tools sind, diese digitale Tools und auch egal, also das,

00:41:43: was für dich in dem Falle die beste Kommunikation ergibt, und das macht dich wirklich aus,

00:41:47: und das macht dich auch so erfolgreich, das muss man ganz klar sagen, das ist wirklich so.

00:41:52: Svenny, hast du noch, hast du eine Frage an, Sven war gerade abgelenkt, ich wollte mir jetzt gerade

00:42:01: was rufen. Ja Sven ist ja bei uns ja auch der Motion-Designer, also was ich auch total spannend

00:42:06: bei dir finde, ist tatsächlich das Timing, und was du gerade schon sagtest, sechs Bilder pro Sekunde,

00:42:11: also ich meine, jeder, der sich ein bisschen mit Motion-Design auskennt, das Auge oder Fernsehen,

00:42:16: Kino und so weiter, wir reden hier von 24 und 30 und 25 Fremds die Sekunde, dann nehmen wir Bewegung

00:42:22: als Bewegung wahr, wie wir sie im echten realen Leben erleben, die weniger Frames sind auch ein

00:42:29: Stilmittel, und das ist sogar ein sehr, sehr spannendes Stilmittel, weil man, wenn man weglässt,

00:42:34: auf der anderen Seite mehr erzeugen kann, und das kommt in dieser Animation, die du da jetzt,

00:42:39: oder in den Animationen, die du da jetzt gemacht hast, extrem gut rüber. Das verbindet sich ja auch,

00:42:44: nur mal auch jetzt, auch an der Stelle besser, weil das auch erkt, ich sag mal, das ist ein Linol-Druck,

00:42:49: den hast du nicht erfunden, den wird's seit wieviel Jahren schon geben, so weiß ich, das kennt,

00:42:54: das ist ja auch ein Stück weit was Vertrautes, aber was auch eine gewisse Historie hat, weiß ich,

00:42:58: und wenn du das mit einer klassischen Filmi-Idee oder Art und Weise ist zu interpretieren, dann

00:43:05: eben füllst, sondern ist es, dann gibt's viel mehr Kreis, als wenn du das jetzt so High-Flyer

00:43:10: technisch auf rein digitaler Art und Weise irgendwie, sondern gerade dieses, eine alte

00:43:16: Filmtechnik zu einer alten Drucktechnik, da steckt ja so der Kern so ein bisschen drin,

00:43:23: oder das Coole daran. Also Leute, sterben ohne Gott, ab 15.03. in Düsseldorf rufen, Premiere,

00:43:31: und ab dann schaut euch bitte ausgewühlte Kinos an, was ist ein Dokumentation, ist jetzt kein

00:43:36: Massenkino, geht allein schon wegen der Motion Design an. Hey, wär super, also wir sind gespannt,

00:43:43: wie der Film ankommt, wir sind auch gespannt auf die Premiere, wie viele Leute da sein werden.

00:43:46: Hast du es ja schon auf einer großen Leimwand gesehen, deine Arbeit? Nee, noch nicht. Ja,

00:43:53: alleine das im Kino, außer du hast schon 20 Kino-Trailer oder andere Intros gemacht,

00:43:59: es gibt jetzt Marbefilme. Wobei das inzwischen ja auch ganz schöne Massenproduktionen sind,

00:44:08: muss man ja wirklich sagen. Ja, ist aber immer noch schon sehr aufwendig. Ich würde gerne noch

00:44:12: ein Thema ansprechen. Also du bist ja jetzt ein sehr kreativer. Dann kommst du jetzt ja auch gerade

00:44:17: aus der FH, bis jetzt noch nicht gar nicht so lange, hast du deinen Bachelor, hast aber auch

00:44:21: schon reichlich Berufserfahrungen, du hast ja vorhin schon gesagt, also ich habe schon bei

00:44:25: Schwarz und Matt gearbeitet, arbeite derzeit, glaube ich, noch bei Scholz & Friends. So,

00:44:30: jeder Designer weiß, Scholz & Friends ist jetzt keine kleine Bude, sondern das ist eine große,

00:44:35: ich glaube sogar ein Netzwerkagentur, ich bin mir jetzt gar nicht mehr so sicher, ob das,

00:44:37: ich glaube es ist eine Netzwerkagentur inzwischen, die ja so überall auf der Welt ihr Pendant haben.

00:44:43: Ich glaube, du entscheidest dich aber jetzt trotzdem für ein anderer Weg in Zukunft. Warum?

00:44:49: Also ich will und ich werde auch in die Selbstständigkeit, weil ich gemerkt habe,

00:44:54: dass diese gewisse Agenturstrukturen oder Studiostrukturen oder auch die Arbeit,

00:45:00: die dort verrichtet sind, werden nicht den Standard entsprechend, den ich gerne haben

00:45:05: wollen würde und auch haben will. Ich meine, das ist eine sehr privilegierte Aussage,

00:45:10: muss man auch so an der Stelle sagen, aber ich habe die Möglichkeiten und wir leben auch

00:45:15: in einer Zeit, wo es diese Möglichkeiten gibt und ich möchte diese ergreifen und gerade in

00:45:19: diesem jungen Alter dieses Risiko eingehen und es gibt im Agenturleben Projekte, die einem Spaß

00:45:27: machen, die einen erfüllen, aber es gibt halt auch diese Projekte, die einen eben nichts erfüllen

00:45:32: und ich merke, wie mich das viel mehr zerrt, die Zeit ohne diese Projekte, auch wenn ich meine

00:45:38: Freelance-Geschichten habe, die mir eben den Spaß bringen, weil ich mir dann denke,

00:45:42: ey, was wäre, wenn ich diese Energie da reinstecke und dann etwas noch Großartigeres schaffen kann,

00:45:48: etwas noch besseres und oftmals gibt es natürlich auch das Problem der Bürokratie und der Umsetzungsfähigkeit

00:45:58: einer gewissen Idee und auch der Kunde-Rede auch noch mit. Ja, was weiß der denn schon?

00:46:05: Du hast auch gerade letztendlich, muss man jetzt auch mal so sagen, da bist du ja immer noch

00:46:09: drun … oder grundsätzlich drum zu beneiden, du bist 24, du musst dich eigentlich nur um

00:46:13: deinen eigenen Arsch kümmern und also was völlig okay ist. Ich meine, das ist jetzt gar nicht so

00:46:18: glümellos, sondern das treibt auch erstmal so. Ja, natürlich. Klar. Und ja, und ich bin

00:46:27: ein bisschen unterfordert, ist man dann auch gerade, wenn man eben das macht, sondern in der

00:46:31: Agentur halt leider nicht das macht, was man so sonst kann, was auch ein Riesenfaktor ist.

00:46:35: Geld spielt da meiner Meinung nach auch immer eine große Rolle. Also ich habe es oft gesagt bekommen,

00:46:42: ich bin ein gutes Talent, einer der besten dort, vor allem in der Agentur oder der beste in dem,

00:46:47: was ich mache und wenn das nicht das reflektiert, was … Wertschätzung. Genau, was die Wertschätzung.

00:46:52: Also mich interessiert jetzt nicht, ob ich irgendwie reich bin oder sonst was,

00:46:56: ist halt was damit zu tun, ob man letztendlich gewertschätzt wird, tatsächlich genau. Und als

00:47:01: Freelancer, natürlich ist es dort schwieriger, aber die Wertschätzung findet dann wenigstens auch,

00:47:07: das sage ich immer so ein bisschen, das dunkle Geheimnis ist Freelancers in dem Kunden, wenn er

00:47:12: sagt, boah, das ist geil. Das hört man als in der Agentur tatsächlich eher weniger oder eher wie

00:47:17: so ein Tropfen, der so oder so ein Fluss oder am Ende so ein Tropfen bei dir ankommt und dann so die

00:47:22: Zunge raussteckt, ähm, ja, endlich, so getrunken, so fühlt sich das an in der Agentur. Schönes Bild.

00:47:27: Ja, sehr metaphorisch. Das fällt mir einfach so zu erklären. Und das, also als Freelancer,

00:47:35: dann sei es für den Film, wenn man da kurz bevor es anfängt, steht man da vor den Leuten und sagt,

00:47:41: ey, danke, dass ihr hierher gekommen seid, bitte schaut euch den Film zu ändern, am Ende gibt es

00:47:45: noch das und das für euch oder hier und da oder ich dokumentiere den ganzen Prozess, die Leute aus

00:47:49: Social Media sind so, super cool, wann kommt das raus? Eine Agentur kann es ja nichts dokumentieren,

00:47:54: ist ja alles irgendwie Geheimhaltung. Ja, es geht vor allem durch mehrere Köpfen, das ist das,

00:47:59: was du eben schon sagtest, also das, was am Anfang an Euphorie ausgeschüttet wird von Kunden,

00:48:05: kompariert tatsächlich durch fünf Münder dann erstmal wieder irgendwie zurück, ja, ja, war

00:48:09: ganz cool. Und der Kunde hat das aber gefeiert, du, Chris, ein war ja ganz cool. Also, da muss ich

00:48:14: ja sagen, das ist bei uns dann aber anders. Ja, natürlich, wenn du da 50 Leute hast,

00:48:24: die also die, die daran teilgenommen haben oder so, das bricht dann nun mal irgendwie auch ein

00:48:29: Stück weit weg. Man weiß auch nicht, wie auch die Intention von dem ist, der das empfängt,

00:48:33: will der, weißte, wie will der das weitergeben, hat er in Interesse daran, ein zu pushen oder

00:48:38: nicht, so dass sind alles so Sachen, da spielt so viel rein. Ja, und ich habe das auch in mittleren

00:48:44: Agenturen oder halt sei es jetzt Schwarzen Matt, beispielsweise da, wo man viel näher auch an

00:48:48: den Projekten ist, dann fehlt aber eben das große Projekt, woran man arbeiten will. Weil ja,

00:48:53: ich suche die coolen, großen Kunden und Projekte, weil ich weiß, dass ich zu der Kategorie von

00:49:00: Motion Designern oder auch Designangehöhre, die eben das umsetzen können und auch wollen. Und

00:49:05: das ist dann, also ich habe auch Ambition, ich rede auch gerne Größen wahnsinnig, sag auch,

00:49:10: ich will der Beste der Besten sein. Warum denn auch nicht? Also jemand muss ja auch der Beste

00:49:15: der Besten sein oder den gibt es ja irgendwo. So möchte ich gerne auf die klassische deutscher

00:49:20: Art und Weise, das ist viel zu viel. Nein, natürlich. Ja, das ist wirklich so. Und ich sage mal so,

00:49:27: wenn man sich deine Arbeiten anguckt, bist du auf einem sehr, sehr guten Weg. Danke. Wir sind jetzt

00:49:33: bei 49 Minuten, wir haben einen 45 Minuten Prinzip, das heißt, das ist ungefähr eine Autolänge,

00:49:39: die wir quatschen miteinander. Aber ich glaube, wir könnten noch viel, viel, viel länger. Wir

00:49:44: könnten jedes einzelne Thema noch viel, viel genauer und viel intensiver. Du bist ein ganz,

00:49:47: ganz toller Typ, also nicht nur, dass du gute Designs machst, gute Motion, die sind auch ein ganz,

00:49:51: ganz, ganz toller Gesprächspartner. Also locker, also wir reden ja schon ein bisschen länger

00:49:56: als diese 3/4 Stunde. Und ich höre dir unheimlich gerne zu, du machst deine Arbeit für dein Leben

00:50:02: gerne. Das ist kein Beruf, das ist noch eine Berufung. 100 Prozent. Und wir werden noch ganz

00:50:07: viel von dir sehen und wir werden auch ganz viel von dir hören, damit ich mir ganz, ganz sicher.

00:50:10: Vielen, vielen Dank für das Gespräch. Danke dir. Danke euch für das Gespräch und dann kann ich

00:50:15: vielleicht noch zum Schluss sagen, tu be continued gerne ein zweites Mal. Sehr gerne, sehr gerne.

00:50:19: Das machen wir vielleicht tatsächlich, wenn die Premiere war. Ja, super. Das ist eine gute Idee.

00:50:23: Machen wir das. Oder wir machen einen dreier Gespräch mit den Schiern. Das wäre natürlich auch

00:50:28: bombenlos. So machen wir das. Also vielen Dank. Danke. Tschüss.

00:50:34: Tschüss.

00:50:35: [Musik]

00:50:57: [Musik]

00:51:02: [Musik]

00:51:06: * Musik *

Über diesen Podcast

Olli und seine Freunde nehmen euch mit auf ihre virtuelle Reise durch die digitale Welt. Regelmäßig treffen sie auf Persönlichkeiten, die mit ihrem ganz eigenen Blick auf Web-Technologien bestechen oder reagieren auf aktuelle Themen und Beiträge der Branche.

von und mit ORÖ GmbH

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